Inkasso heißt Verantwortung
 
 

Newsletter Mai / Juni / Juli 2018

Aktuelles rund um das Forderungsmanagement


Liebe Newsletter-Leserinnen und -Leser, liebe Freunde des Hauses,

um uns stets auf dem Laufenden zu halten und bei unserer Bearbeitung für Sie alle gesetzlichen Neuerungen berücksichtigen zu können, haben wir auch in diesem Jahr wieder den Kongress des BDIU (Bundesverband Deutscher Inkassounternehmen e. V.) besucht und konnten dort diverse Workshops für unsere Fortbildung nutzen. Hierzu gehört – neben der allgegenwärtigen Datenschutz-Grundverordnung – der elektronische Rechtsverkehr:

Seit 01.01.2018 ist die elektronische Übertragung von Zwangsvollstreckungsaufträgen und Anträgen zur Forderungspfändung unter bestimmten Voraussetzungen bundesweit an alle zuständigen Gerichte möglich. Grundlage dafür ist das Gesetz zur Einführung der elektronischen Akte in der Justiz und zur weiteren Förderung des elektronischen Rechtsverkehrs (BGBl. I 2017 S. 2208) und die bundeseinheitliche Elektronischer-Rechtsverkehr-Verordnung ERVV (BGBl. I 2017 S. 3803).

Auch wir haben uns inzwischen dafür gerüstet und unsere Software entsprechend erweitern lassen. Inwieweit das Ganze letztendlich dazu führt, dass die oft langen Bearbeitungszeiten der Gerichte und Gerichtsvollzieher endlich verkürzt werden, bleibt abzuwarten. Bis dahin sind sicher auch bei den Gerichten noch einige Umstellungen nötig. Wir werden jedenfalls für Sie diese Möglichkeit immer dann nutzen, wenn dies zulässig ist, also wenn es sich bei dem zu vollstreckenden Titel um einen Vollstreckungsbescheid ohne Rechtsnachfolgeklausel handelt und die sich daraus ergebende Geldforderung nicht höher ist als 5.000,00 €.

Nun noch zu einem ganz anderen Thema, bei dem immer wieder Vorsicht geboten ist:

Unser Inkassoverband warnt vor unseriöser Inkasso-Werbung aus dem Ausland:

Die Werbeversprechen mögen manches Mal verlockend und erfolgversprechend klingen, rechtmäßig sind derartige Maßnahmen in unserem Lande jedoch nicht, wenn es da z. B. heißt, dass „Geldeintreiber die Schuldner persönlich aufsuchen und sich durch martialisches Aussehen oder Auftreten Respekt verschaffen“ oder „wir machen da weiter, wo konventionelle Inkassobüros an ihre Grenzen stoßen“. Die Versender derartiger Werbung haben ihren Sitz in der Regel im Ausland und sind oft nur über eine Handynummer erreichbar. Solche Angebote sind jedoch illegal und auch derjenige, der ein solches Unternehmen beauftragt kann sich strafbar machen.

Nur wer im Rechtsdienstleistungsregister registriert ist, darf in Deutschland Inkassodienstleistungen durchführen. Alle Inkassounternehmen, die – wie wir auch – Mitglied im BDIU sind, unterliegen darüber hinaus der freiwilligen Selbstkontrolle des Verbands. Ihre offenen Forderungen sind also bei uns stets in guten Händen.

Nun wünschen wir Ihnen aber zunächst eine wunderschöne Sommerzeit, genießen Sie die Sonnenstrahlen ohne sich einen Sonnenbrand einzufangen.

Ihr Transfer-OFFICE-Team


 
Haftungsausschluss: Die Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie sind nach bestem Wissen und Kenntnisstand erstellt worden, können jedoch eine auf den Einzelfall bezogene Rechtsberatung in keinem Fall ersetzen. Die Komplexität und der ständige Wandel der Rechtsmaterie machen es notwendig, Haftung und Gewähr auszuschließen.